Die wahre Position der Slowenen in Kärnten zum 100 Jahr Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung


Eine historische Rede des Obmann Stellvertreters aus Anlass 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung

Rede Helden Ehrung

                                                                                                                                                 10.10.2020 – 11 Uhr, Klagenfurt, Hülgerth-Denkmal

 

Dr. Bruno Burchhart

 

Sehr geehrte Festgäste und Ehrengäste!

An diesem bedeutenden Tag der Kärntner Landesgeschichte, aber auch der Geschichte unseres Staates und der Geschichte Europas, was das Selbstbe-stimmungsrecht betrifft, freue ich mich, daß wir uns hier versammelt haben.

Es ist ja wirklich ein Freudentag: Haben doch die Kärntner vor 100 Jahren im Rahmen des erkämpften Selbstbestimmungsrechtes bei der Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 selbst bestimmt, wie ihr Heimatland aussehen soll, nämlich frei und ungeteilt. Von sehr großer Bedeutung ist dieser Volksent-scheid gewesen, wie Sie wissen.                                                                                                                   Für unser Heimatland hat er die Freiheit vor Fremdbesatzung gebracht und im Laufe der letzten hundert Jahre uns das Schicksal unserer deutschen Volks-brüder erspart mit deren unsäglichem Leiden von Verfolgung, Vertreibung, Genozid und 70 Jahren kommunistischer Zwangs-Diktatur.                                                                       Für unsere Republik hat es bedeutet, daß Kärnten nach dem deutlichen Willen sich eindeutig zur jungen Republik bekannt hat, durchaus im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wie wir wissen. Und durch die Kärntner wurde die Südgrenze, nämlich die Karawankengrenze des Staates gesichert durch einen Entscheid des Volkes und eben nicht, so wie bisher durch irgendwelche Fürsten.                                                                                                                                      Angeführt werden darf und muß auch die europäische Dimension dieser Volks-abstimmung: Erstmals wurde durch eine militärische Kampfhandlung, den bekannten Kärntner Abwehrkampf, das so propagierte Selbstbestimmungs-recht der Völker erreicht. Eine in Europa einmalige Leistung der Kärntner, auf die man mit vollem Recht stolz sein darf und muß. Kärnten konnte dadurch auch dem deutschen Volks- und Kulturraum erhalten werden. Etwas, was bei anderen Volksabstimmungen infolge der Friedensdiktate von St. Germain und Versailles, durchaus nicht gelungen ist, kamen diese doch, wie zB das ostpreus-sische Allenstein oder Oberschlesien letztlich unter fremde Herrschaft.    Warum darf dies alles bei einer Heldenehrung anläßlich der 100-Jahrfeier der so wichtigen Kärntner Volksabstimmung erwähnt werden?                                                                   Es muß daran erinnert werden, daß  es die Verteidiger unserer Kärntner Heimat waren, die mit Einsatz ihres Lebens, ihrer Habe und ihres Guts für ihr Land, ihren Besitz, ihre Familien, ihre Mitbürger eingetreten sind. Eingetreten mit der Waffe gegen einen übermächtigen Gegner. Eingetreten freiwillig und trotz vier Jahren Einsatz in einem mörderischen Weltkrieg, wo es schon gelungen war, den Feind vom eigenen Land fernzuhalten, wenn wir uns nur an die Schlachten in den Dolomiten und an der Isonzofront erinnern. Angetreten sind diese Männer trotz bitterer materieller Not in ihren  Gemeinden, trotz der moralischen Situation wegen der letztendlichen Niederlage der Donaumon-archie. Es war der Glaube an die Verteidigung ihrer Heimat gegen einen Aggressor, der ihr Land für sich vereinnahmen wollte.                                                                                                                        Es darf und muß daran erinnert werden, daß diese Entscheidung nicht leicht und schon gar nicht leichtfertig getroffen wurde. Es waren zunächst heimattreue Männer, wie zB der bekannte Stephan Moser aus Maria Gail, die sich dem Landräuber entgegenstellten. Sie bildeten Alarmkompanien und Bürgerwehren in ihren Heimatgemeinden. Und dann wurde unter dem ver-dienten Landesverweser Dr. Arthur Lemisch von den Volksvertretern Kärntens der entscheidende Beschluß  gefaßt, militärischen Widerstand gegen den feindlichen Eindringling zu leisten.                                                                                                   Und jetzt kommt die Sternstunde der Soldaten und der Abwehrkämpfer:                        Zum Landesbefehlshaber wurde der Mann gewählt, an dessen Denkmal wir heute diese Heldenehrung halten. Gewählt wurde Oberstleutnant Ludwig Hülgerth: Er hat sich zweifellos ebenso wie Arthur Lemisch unvergängliche Verdienste um Kärnten erworben.                                                                                                 Ganz kurz darf auf seine Laufbahn eingegangen werden: 1875 in eine Offiziersfamilie hineingeboren wurde er Berufsoffizier, war im 1. Weltkrieg an allen Fronten im Einsatz, avancierte zum Oberstleutnant. Zum Landesbefehls-haber ernannt, leitete er alle Aktionen der Volkswehr, also des damaligen Bundesheeres, und aller Abwehrkämpfer. Nach seiner Pensionierung ging er in die Politik, wurde im Ständestaat 1934 bis 1936 Landeshauptmann von Kärnten und dann im Austrofaschismus 1936 bis 193i8 Vizekanzler, verstarb 1939. Hülgerth war ein sehr einfühlsamer Kommandant des Abwehrkampfes. Von den nach Ende des 1. Weltkrieges nach Hause strömenden und sich sofort nach dem Stellungsaufruf meldenden Soldaten, beauftragte er Oblt Viktor Arneitz mit der Bildung einer Offizierskompanie. Er unterstütze Hans Steinacher bei seinen umfangreichen Bemühungen im Abwehrkampf und hinderte diesen – übrigens ebenso wie Lemisch – nicht, Kärntens Landesgrenzen auch jenseits der Drau-Demarkationslinie im Mießtal zu verteidigen, übrigens gegen die Intention Wiens. Hügerth war auch davon angetan, daß die Studenten der Akademischen Legion aus Graz und Leoben sowie die Klagenfurter Studentenkompanie sich tapfer für Kärnten einsetzten und bedauerte sehr, daß die Steirer von ihrer Landesregierung am Weiterkämpfen massiv behindert wurden.                                                                                                                         Sehr geehrte Festgäste!                                                                                                                                   Auf diese Dinge muß hier eingegangen werden. Warum?                                                     Diese Heldenehrung wird veranstaltet vom Verband Freiheitlicher Akademiker Kärntens. Dieser betrachtet sich auch als Traditionsträger der erwähnten Akademischen Legionen und der Klagenfurter Studentenkompanie. Unsere heurige Helden-Ehrung, die mit Absicht an dem heutigen Volksabstimmungs-jubiläumstag stattfindet, ist ja die einzige heimattreue Veranstaltung in der Landeshauptstadt an diesem Tag.  Und es ist eine Veranstaltung, die in waffenstudentischer Tradition stattfindet.                                                                                                                  Wir erinnern mit Stolz daran, daß es Männer aus unseren Reihen waren, die an ganz entscheidenden Stellen damals in Kärnten tatkräftig dabei waren.  Sie hatten in ihren Korporationen im Sinne von „Ehre, Freiheit, Vaterland“ Heimatliebe, Eintreten fürs Vaterland, Kameradschaft, Einsatzwille gelernt.                                                            Ich zähle auf, ohne im einzelnen auf die Lebensläufe einzugehen.:                                                                                                                           Landesverweser Dr. Arthur Lemisch war Burschenschafter.                                                          Landesrat Ing. Vinzenz Schumy war Burschenschafter.                                                           Der Heros des militärischen und geistigen Abwehrkampfes, Oberleutnant  Dr. Hans Steinacher, war pennaler Burschenschafter.                                                                  Oblt Viktor Arneitz, verdienter Abwehrkämpfer, war pennaler Burschenschaf-ter.                                                                                                                                                Der tapfere Abwehrkämpfer und Abschnittsleiter der Propaganda der Volksabstimmung  Lt Karl Fritz war pennaler Burschenschafter.                                     Einer der wesentlichsten Propagandisten des geistigen Abwehrkampfes war der berühmte Kärntner Dichter Josef Perkonig, auch er pennaler Burschenschafter.                                               Von besonderer Bedeutung waren die Studenten der Akademischen Legionen von Graz und Leoben: Sie waren dem Aufruf von Lemisch gefolgt und bestanden zum überwiegenden Teil aus Waffenstudenten: Corps-Studenten, Landsmannschafter, Turner, Burschenschafter, Sängerschafter, usw. Kommandanten waren Corpsstudenten und Sängerschafter. Ihr Einsatz war im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet und der Vormarsch in die Unter-steiermark, wo sie knapp vor Marburg von der steirischen Landesregierung zurückgepfiffen wurden. Das bedeutete den Verlust der Untersteiermark. Bei diesem Einsatz mußten sie auch einen Heldentod hinnehmen. Ernst Großmann von der Leobener Burschenschaft Leder, mußte eine tödliche Wunde hinnehmen.                                                                                                                                     Die bekannte Doktoren-Kompanie bestand im Wesentlichen aus Waffenstudenten.                                                                                                                            Der berühmte Panzerzug bestand im Wesentlichen aus Waffenstudenten.                                                                                                                               Auch die Klagenfurter Studentenkompanie bestand zu einem überwiegenden Teil freiwillig antretender pennaler Waffenstudenten. Sie waren sowohl in der Gegend des Loibl-Passes als auch in der Gegend von Grafenstein im Einsatz. Unvergeßlich ist der Heldentod der Waffenstudenten  Ernst Maier und Alois Bartl  bei den Gefechten bei Ferlach und der Heldentod der Waffenstudenten Curt Plahna und Gottfried Sille bei Grafenstein.                                                                                Aller dieser für die Heimat gefallenen Waffenstudenten wollen wir heute ganz besonders gedenken. Wir verdanken ihnen, aber auch allen anderen Waffenstudenten, Soldaten und Abwehrkämpfern den Erhalt unserer freien und ungeteilten Kärntner Heimat. Sie sind uns Vorbild für alle Zeit!

 

Es mag sein, daß manche Zeitgenossen alle diese Dinge nicht für wichtig nehmen. Man sieht ja an der Gestaltung der Landesfeiern bei diesem Jubiläum, daß man das nicht besonders ernst nimmt: Eine Volksabstimmungsfeier ohne Volksbeteiligung, kein Fest der Täler, das man in vorauseilendem Gehorsam abgesagt hat, eine mickrige Landesausstellung, eine geschlossene Festsitzung mit einseitiger Einladung nur des Nachbarstaates, nicht aber der Staaten, die uns halfen wie Italien, England, Frankreich und USA, kein Landesfestzug, der die Begeisterung und Freude der Kärntner aus wirklich allen Landesregionen und allen Bevölkerungsgruppen zum Erstaunen der Österreicher gezeigt hat, usw.                                                                                                                                                      Sehr geehrte Festgäste!                                                                                                             „Tradition ist die Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche“. In diesem Sinne gedenken wir der Taten unserer Vorgänger und werden uns gegen zeitgeistige gutmenschliche Änderungen und unangebrachte Auslegun-gen unserer ruhmreichen stolzen Geschichte zu wehren wissen.  Wir werden weiterhin unsere Ideale, die wir seit übe 200 Jahren für unser Volk einsetzen hochhalten. Halten wir zusammen, treten wir für unsere Gesinnungsgemein-schaft in allen ihren Varianten ein, dann wird es für unsere Heimat in unserem schönen Staat auch in einem größeren Europa eine wunderbare Zukunft geben.     


Beitrag der Dichtersteingemeinschaft (DGZ) zum 100 Jahr Jubiläum 


Nachbetrachtung zum 10.Oktober 2020  im 100. Jubiläumsjahr !

 

Am 8.Oktober gab es eine sehr schöne und würdige Feier am Grab von Ludwig Hüllgerth in Rottenstein. Die Zeit des Freiheitskampfes und der Volksabstimmung wurde von den Schulkindern sehr gut dargestellt. Es wurde sowohl von den Schulkindern wie auch von den Rednern die Rolle der WINDISCHEN in dieser schweren Zeit erwähnt.

Genauso waren die Feiern bei der Grabstätte von Dr. Arthur Lemisch in Dreifaltigkeit wie auch beim Grab von Dr. Wutte in Obermühlbach, zwar in etwas kleineren Rahmen, aber würdig und feierlich gestaltet. Wir waren mit einer kleinen Abordnung dabei.  

Im Gegensatz dazu die offiziellen Feiern im Landhaushof und Wappensaal: Ich habe mir diese Feiern in der Videothek angesehen und musste feststellen:

Erstens waren die Besucher außer den in der Öffentlichkeit verantwortlichen Personen und Bediensteten kaum einer in der Landestracht, d.h. keine Traditionsvereine oder sonstige aus der Kärntner Bevölkerung. Die Feier war eine einzige Huldigung der Slowenen (man spricht heute von slowenischsprachigen, damit es besser ausschaut; aber wie viele waren 1920 wirklich der slowenischen Sprache mächtig?)

Die Windischen, die den Hauptteil am Erfolg des Abwehrkampfes und an der Volksabstimmung haben, kommen nicht vor.

Nach 100 Jahren ist es den Slowenen gelungen, nachdem sie fast jedes Jahr immer wieder auf die Abschaffung der Feiern zum 10. Ort gedrängt haben, diesen großen Feiertag Kärntens zu einem Fest der Slowenen umzukehren.

Und trotzdem was bringt es für einen Erfolg des Zusammenlebens?

Am 10. Oktober gab es in Klagenfurt einen Aufmarsch von einer großen Menge Jugendlicher, zum Teil vermummt, die für was auch immer demonstrierten, und in weiterer Folge werden Gedächtnisstätten beschmiert, wie im Landhaushof und das erst kürzlich eingeweihte Jubiläumsdenkmal in Sittersdorf .

Wenn sich die Politiker mit nur einem Satz begnügen diese Schmieraktionen zu verurteilen, dann ist das sicher zu wenig!

Ist das unsere Zukunft und die so viel strapazierte Gemeinsamkeit??

Aufgefallen ist, dass der Herr Bundespräsident Van der Bellen sich krampfhaft bemühte, zwei Sätze in slowenischer Sprache zu sprechen und sich bei den Slowenen entschuldigte--für was?

Präsident Pahor dagegen fand es nicht der Mühe wert, ein paar Worte in deutscher Sprache zu verlieren, obwohl er als Gast in unserem Land war; aber vielleicht wollte er nur nicht? Mag sein, dass er davon ausgegangen ist, dass in Kärnten sowieso jeder perfekt slowenisch spricht. Er sprach auch davon, dass seine Mutter im Grenzgebiet zu Italien gelebt hatte und sie mehrsprachig aufgewachsen waren.

Die Feiern in ganz Kärnten sind trotz Corona in kleiner aber in sehr schöner und würdiger Form abgehalten worden. Siehe auch unsere Berichte auf der Homepage.

 

Oswald Oman, Obmann der Kärntner Windischen





Diese Statistik zeigt, dass vor der Volksabstimmung die Windischen als Slowenen gezählt wurden. Nach der Volksabstimmung wollten sie nicht Slowenen sein und deklarierten sich als deutschsprachig, dem Deutschen zugehörig! Je stärker der Druck der Slowenen auf die Windischen war, desto mehr Windische bekannten sich zum deutschsprachigen Teil. Der Anteil der Slowenen  sank und der Anteil der deutschsprachigen wuchs. Die letzte Volkszählung 2001 zeigt, dass 555 Personen der Windischen sich weder zu den Deutschen bzw. zu den Slowenen gezählt werden wollen. Daraus kann mann eine eigene "Minderheit " ableiten.
2011 wurden aufgrund eines Antrages der Slowenen keine Volkszählung durchgeführt. 
Unter Bekenntnisfreiheit und Volkszählung wurde vom österreichischen Staat unter §1 Abs. 3 und 4 des VOGrG (Volksgruppengesetz!) verfügt und lautet: Abs. 3: Keinem Volksgruppenangehörigen darf durch die Ausübung oder Nichtausübung der ihm als solchem zustehenden Rechte ein Nachteil erwachsen.
§1 Abs. 4 : Keine Person ist verpflichtet, ihre Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe nachzuweisen!
Davon getraut sich die deutschsprachige Minderheit in Slowenien, noch immer vogelfrei und rechtlos(!), nicht einmal zu träumen! Für den Beibehalt der AVNOJ Bestimmungen hat Österreich beim Beitritt Sloweniens zur EU zugestimmt, ebenso zu den Benesch Dekreten der Tschechei! 
FAZIT: Slowenien hat seit dem Artikel 16 des BVG (siehe HP) Kärnten fest in seiner Hand!

Eine ehrliche Sendung des ORF über das "Windische" Gailtal


Ein Artikel in der Krone am 8. Oktober 2019, der zum Nachdenken anregt!


Abstimmungsergebnis 1920